Am 1. Juli 2008 fand auf der Spree das „Große Investorenbejubeln“ statt. Der Verein „Berliner Wirtschaftsgespräche“ hatte eine Bootsfahrt organisiert, um sich mit Vertretern des Senats, der TU-Berlin und der Immobilienwirtschaft die Grundstücke am Spreeufer aus der Nähe anzuschauen.
Der MediaSpree e.V. sollte auch an Bord sein. Der mit 300.000 Euro geförderte Verein arbeitet ausschließlich im Interesse von Großkonzernen und Investoren – wie etwa Anschutz, Hoch-Tief, Allianz und andere. Für die fixe Idee eines lukrativen Standorts für Immobilienspekulation und Medienkommerz betreibt der Verein Standortmarketing und Imagebildung.
So hat sich innerhalb von drei Jahren ein asoziales Interessengeflecht aus Wirtschaft und Politik gebildet, das eine Stadtplanung betreibt, bei der die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner in Friedrichshain und Kreuzberg nicht berücksichtigt werden.
Der Initiativkreis Mediaspree Versenken! hatte dazu aufgerufen, diesen “Think Tank” auf der Spree zu begrüßen und auch vom Land aus zu bejubeln. Denn als Leistungsträger unserer Gesellschaft haben sie Aufmerksamkeit verdient!
Als Hauptstützpunkt der Aktion diente das „Kiki Blofeld“, das als einzige Strandbar von vielen Eintritt nahm und sogar Taschen nach Getränken kontrollieren liess. Das hat viele, die an der Aktion teilnehmen wollten, geschockt. Aber so war das mit den OrganisatorInnen auch nicht verabredet. Einigen Menschen, die wütend Eintritt verlangten, wurde sogar Hausverbot erteilt. Damit hat diese Strandbar den Spitznamen „Pipi Klofeld“ mehr als verdient und sich als Freiraum am Spreeufer disqualifiziert.
Womit nur wenige gerechnet hatten – die Investoren kamen tatsächlich! Nach weniger als 5 Minuten legte die “Spree Comtess” den Rückwärtsgang ein und gab damit wohl dem schlechten Gewissen ihrer Fahrgäste Ausdruck.
Zu sehen ist auch das Spezialkommando, das an schlechte Fernsehserien der 90er erinnerte und Pfefferspray eingesetzt hat. Für die auf dem Wasser befindlichen Personen eine lebensgefährliche Polizeimaßnahme, die wohl noch ein Nachspiel haben wird.
Die Kapitäne der Stern- und Kreisschiffahrt zeigten den kleineren Booten, wem das Wasser der Spree gehört – den Touristendampfern! Nachdem sie in hohem Tempo auf die kleinen Boote zurasten und sie teilweise sogar rammten, nutzte die Berliner Polizei die dumme Gelegenheit, um gegen einige Demonstrierende Strafanträge wegen Nötigung zu stellen. Von einzelnen Leuten wurden Personalien aufgenommen. Ein Faltboot wurde beschlagnahmt.
Die Beamten versuchten ihr möglichstes, um der Demonstration eine Einsatzleistung abzuringen. Doch die vielen hundert Menschen, die 40 Boote, Schwimmhilfen, Luftmatratzen, Bojen, Euro-Palletten, Eier- und Wasserbombenwerfer und -Werferinnen, Konfettikanonen und Papierboote bestimmten bis zuletzt das Geschehen.
Wir haben gewonnen! Vorerst. Das „Investorenbejubeln“ war erst der Wahlkampfauftakt für den Entscheid am 13. Juli 2008. Denn auch danach heißt es: Dranbleiben und Mediaspree versenken!
Weitere Videos zum Thema sind auf der DVD “Freiraumkampagne & Mediaspree Versenken!” zu finden.
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Weitere Infos: http://ms-versenken.org/ |
| Download Investorenbejubeln.ogg (55 MB) für VLC-Player | |
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nette aktion – ich habe mal wieder zu spät wind davon bekommen. hätte mitgemacht und meinen spass gehabt!
viel erfolg und cu on the next aktionen!
Gaaaaaaaz großes Lob !
Als einer der “Investorenimitatoren” auf dem Solarboot, muss ich sagen : Klasse!
Gute Doku, guter Sprecher….
Danke, mehr davon !!!
MEDIASPREE VERSENKEN!
gruss
scholli
Das mit dem Pfefferspray auf dem offenem Wasser war eine üble Sache.
Wer Menschen provoziert und angreift, muss mit Konsequenzen, mit Gegenwehr, rechnen! Wer von Diplomatie und Kompromisse NICHTS wissen will, wer brüllt, statt zu REDEN, der braucht sich NICHT zu wundern, dass er Gegenwehr bekommt. Wer ihr SO weitermacht, verursacht ihr Krieg, statt Frieden!
Mediaspree für alle, AUCH für Investoren!
Udo, libertär, Kreuzberger…
is ja gar keiner “angegriffen” worden, du hirni!
ich glaub’s ja nicht:
hast Du den rechten Winkel schon in Deine Hirnwindungen implementieren lassen?
Schau Dir mal die provozierende Architektur der von einem grünen Baustadtrat durchgewunkenen Klötze an.
Nieder mit der Diktatur des rechten Winkels.
Nur Dackel brauchen Pocket-Parks.
[...] ein Feuerwerk des Endspurts zum Bürgerentscheid: Die Spreeblockade gegen einen Investorendampfer, die Spreeparade, und das Ergebnis der 87%igen klaren Ablehnung der [...]